Royal Babies #2 - Nika "Zh"

Wenn man im Dienste des Qualitätsjournalismus seine Pflicht und Schuldigkeit tut, indem man arglose Schauspieler*innen nach ihren eigenartigsten Macken und intimsten Geheimnissen aushorcht, kommt da sehr schnell einiges an belastendem Material zusammen. Ihr ahnt ja nicht, was wir in unserer jahrelangen Karriere als Blogredakteur*innen schon so alles ans Licht gezerrt haben! Da stehen einem die Haare zu Berge, liebe Leute, sofern man noch welche hat und die nicht schon alle ausgefallen sind vor lauter Gerauftwerden. Und wenn man dann im Schweiße seines Angesichts auf die Datenberge blickt, die man mühsam aus den Akteuren erpresst hat, steht man gleich vor der nächsten Herausforderung: Wie fängt man da jetzt an mit der Veröffentlichung? Was posaunt man heraus, wo hütet man besser die Zunge, um keinen Skandal zu riskieren?

Zum Glück hat die Darstellerin, die wir heute vorstellen, es uns da sehr leicht gemacht. Nika Zh (dazhu später mehr) versteht es nämlich ausgezeichnet, sich mit nebulösen Andeutungen vor der Preisgabe harter Fakten zu drücken und hat daher die Hälfte unserer psychologisch trickreich ausgewählten Fragen genau so beantwortet: „Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.“ Spannend, aber auch: Unbrauchbar! Tja, uns soll’s recht sein, müssen wir weniger ausfiltern. Außerdem fliegen gewiss zur Not auch noch irgendwo schmähliche Insiderinformationen aus der Probenzeit vom „Sommernachtstraum“ herum, denn, genau, Nika hat uns schon einmal die Ehre erwiesen und schafft es jetzt bereits zum zweiten Mal auf die tollMut-Bühne. Dieses Mal als Isa, Zofe der Königin am Hof von Burgund. Das passt wie Arsch auf Eimer, denn Nika beschreibt sowohl sich selbst als auch Isa als „weiblich, crazy, verträumt“. Perfekte Besetzung also, stolze Leistung, Dave!

Das allerdings sollten wir ihr besser nicht verraten, sonst nehmen ihre Starallüren noch ungeahntere Ausmaße an. Die gehen ohnehin schon durch die Decke. Starallüren, ja, richtig gehört. Das häufige Auf-der-Bühne-Stehen nämlich ist Nika gehörig zu Kopf gestiegen und so nimmt sie sich die Freiheit heraus, uns ihren richtigen Nachnamen auf Teufel komm raus nicht verraten zu wollen. Wie sollen wir da bitteschön ordentlich investigieren, wenn die Prominenz nicht einmal beim Nachnamen kooperiert? Bitten, betteln, flehen, Bestechungsversuche - vergebene Liebesmüh: Nika besteht auf ihr „Zh“ und darauf, dass man das gefälligst wie das „g“ in Blamage auszusprechen hätte. Geht's noch? Als Künstlerin findet sie derartige Extravaganzen völlig legitim; uns macht’s allerdings fertig. Ich meine, was kommt da als nächstes, wenn man diese Tür nicht zustößt? Zertrümmerte Hotelzimmer? Rauschgiftexzesse mit halbnackten Fans? Der Abwärtsspirale müssen wir Einhalt gebieten, es geht hier schließlich darum, den moralischen Verfall einer jungen Seele zu bremsen! Die Blogredaktion bittet darum um eure Mithilfe: Wer uns einen Lichtbildausweis von Nika vorlegt, bekommt ein Bier. Wie bitte? Das sei Anstiftung zum Diebstahl? Entschuldigung, harte Zeiten erfordern harte Maßnahmen, meine Damen und Herren. Außerdem kriegt sie den Lappen ja zurück, sobald wir den Namen wissen. Das ist geliehen, nicht geklaut. Und sowieso, sollte sie gereizt reagieren, weil sich jemand an ihrem Hab und Gut zu schaffen macht, gar kein Problem. Einfach ein Kompliment über ihren linken Knöchel raushauen, den findet sie an sich nämlich besonders einladend.


Wir jedenfalls freuen uns darauf, besagten Knöchel und den Rest unseres Shootingstars bald auf der Bühne zhu sehen. Seid dabei und vergesst nicht, euch ein Autogramm abzuholen – man weiß ja nicht, wie lange es dauert, bis die Gute dafür vor lauter Terminen keine Zeit mehr hat. Außerdem unterschreibt sie das ja vielleicht versehentlich mit ihrem richtigen Nachnamen. Träumen wird man wohl noch dürfen.