»Ich frage mich manchmal: Lieben manche mich? Brechen manche mich auf aus Liebe? Durchbohren mich aus Liebe? Räumen mich aus aus Liebe?«
[SCHACHT:LICHT (Der Berg)]

»Ja, was er so ein bisschen meint ist, dass... wenn du Pause machst… dann ist das... das ist dann... man merkt dann manchmal gar nicht mehr… wovon.«
[SCHACHT:FINSTERNIS (Die Zwerge)]

SCHACHT:LICHT [Der Berg]

Und plötzlich spricht der Berg. Lange haben wir ihn malträtiert, jetzt fängt er an zu erzählen - davon wie es war - vor uns und mit uns - und davon wie es nach uns sein wird. Ob wir sein richtiges Publikum sind, das weiß er nicht so genau. Und ob es sich für ihn lohnt uns zu verstehen, ebensowenig. Aber ganz so wie wir, versucht er mal was - versucht mal das zu tun, was wir sonst immer machen: Reden. Aber wollen wir überhaupt hören, was er mitzuteilen hat? Wir haben den Berg nämlich auch gerade neu entdeckt - als Retter in unserer Not.

 

SCHACHT:FINSTERNIS [Die Zwerge]

Schneewittchen ist weg. Was bleibt den sieben Zwergen? Jede Menge Arbeit, die immergleichen Kolleg*innen und aller Voraussicht nach ein nahes Ende. Aber sie sind ein stolzer Haufen - leistungsstark, beflissen, clever - und ohne sie ist keine Gesellschaft zu machen. So gern man sie in den Schächten lässt, um das Stadtbild nicht zu stören, so sehr ist man auf sie angewiesen. Das wissen sie. Sie wissen so einiges. Und sie erklären sich bereit, uns teilhaben zu lassen - an ihrem Erleben, ihren Erinnerungen, ihren Freuden, ihrem Trauern, ihren Zweifeln, ihrer Freundschaft, ihrer Beharrlichkeit, kurzum: an ihrer Version der Geschichte.

 

Ohne Fleiß kein Preis – Arbeit belohnt uns mit Reichtum und Freiheit, sie schenkt unserem Leben Sinn. Doch was, wenn sich dieses Versprechen nicht einlöst? Was, wenn wir nicht mehr arbeiten können? Was, wenn am Ende des Arbeitslebens bloß ein gebrochener Körper und eine gemarterte Seele stehen? SCHACHT geht diesen Themen auf den Grund und stellt Fragen nach der Sinnhaftigkeit von Arbeit, nach Arbeitsmodellen, nach den Verheißungen von Faulheit und Fleiß. Basierend auf einer intensiven Recherche untersuchen die beiden Teile von SCHACHT genauso Siegens 800-jährige Erzbergbaugeschichte wie unsere aktuellen Lebensentwürfe und Arbeitswelten. Dabei ist SCHACHT immer auch ein Stück über Kontaktaufnahme: Kontakt mit uns selbst und unseren vermeintlichen Bedürfnissen, aber auch Kontakt mit der Welt, die wir uns im Dienste von Arbeit, Fleiß und Wachstum unnachgiebig Untertan machen. Was hat der einzelne Arbeiter dazu zu sagen? Was die Stadt und was der Berg selbst? Was ist der Preis des Fleißes? Und sind wir in den vergangenen 800 Jahren weiser geworden?

Im Projekt SCHACHT bündeln Apollo-Theater und Bruchwerk Theater ihre Kräfte. Mit voller Körperkraft, Stimmgewalt und begleitet von Paukenschlägen wühlt ein Ensemble aus Schauspieler*innen, Tänzerinnen, Musikern und fünfzig Siegener Sänger*innen in den Schächten, die unsere Arbeit in Böden, Berge und Menschen sprengt. SCHACHT:LICHT [Der Berg] und SCHACHT:FINSTERNIS [Die Zwerge] sind zwei Teile derselben Theatererfahrung – ein Stück zur Stadt, zum Mensch und zu den Bergen, die er bezwingt.

Premiere:
SCHACHT:LICHT [DER BERG] am 15. November im Apollo-Theater

SCHACHT:FINSTERNIS [DIE ZWERGE] am 16. November im Bruchwerk Theater

NEUGIERIG?

► Musste hin!, sagt die WDR Lokalzeit
Wir sind der Besuchs-Tipp in der WDR Lokalzeit Südwestfalen.

► WDR3 Kultur am Mittag berichtet
Das WDR Radio war auch da und man kann hier den Bericht nachhören.

► WDR Westart war zu Besuch
Der WDR war mit der Kultursendung Westart bei uns zu Besuch und hat einen tollen Bericht gesendet, den man hier nachsehen kann.

► Podcast
Es gibt  einen Podcast, in dem Projektkoordinatorin Beate Brieden vom Kultursekretariat NRW Gütersloh mit dem Theaterleiter des Theater Marl Cornelius Demming und Apollo-Intendant Markus Steinwender über die jeweiligen Projekte im Förderprogramm spricht.

 

TEAM

Schauspiel: Lukas T. Goldbach, Torben Föllmer, Henriette Heine, Elisabeth Nelhiebel, Mirka Ritter
Tanz: Selina Koch, Valeria Schulz
Live-Musik: Marcel Rudert, Mario Mammone

Regie & Konzept: Milan Pešl
Thematische Recherche: Elisabeth Nelhiebel, Milan Pešl, Pierre Stoltenfeldt
Text: Falk Rößler
Bühne: Teresa Pešl
Kostüme: Katharina Andes
Musikalische Leitung: Marcel Rudert
Chorleitung: Ute Debus

Projektchor: Elnaz Attar Moghaddam, Nadja Behrendt, Friedhelm Büdenbender, Katrin Dielmann, Birgit Fey, Christian Gerhus, Ina Heider, Beate Heupel, Peter Heupel, Christina Heuzeroth, Simone Hofmann, Hartmut Kastell, Christina Klaas, Susanne Knips, Ute Knyhala-Schmidt, Lisa-Marie Krauße, Margrit Kröger. Kerstin Krombach, Angelika Lusch-Wernze, Freerk Nieter, Elisa Osoria, Monika Pertzsch, Andreas Raemy, Elke Pfeiffer, Beate Pieck, Ute Reimann, Gernot Schäfer, Hella Schmeling, Katharina Schmidt, Raphaela Schneider, Monika Siemon-Beckers, Marion Stöcker-Fest, Gabriele Uhlemann, Thomas Vitt, Adele von Bünau, Mareike Walkling, Ines Winkler, Veronika Zhukova

Regieassistenz: Pierre Stoltenfeldt
Dramaturgie & Marketing: Pierre Stoltenfeldt, Eva-Maria Trütschel
Licht: Jan Bregenzer
Produktionsleitung: Tim Lechthaler

TERMINE & TICKETS FÜR SCHACHT:FINSTERNIS [DIE ZWERGE]

Tickets für SCHACHT:LICHT [DER BERG] im Apollo-Theater erhalten Sie beim Apollo-Theater. 
Wir empfehlen, unbedingt beide Teile anzuschauen! Am besten gleich hintereinander. Möglich ist das am 17. November, 24. November und 14. Dezember. 

SCHACHT WIRD ERMÖGLICHT DURCH FOLGENDE FÖRDERMITTEL UND UNTERSTÜTZER*INNEN