"Das Größte aber ist, nicht geliebt zu werden und nicht zu lieben."

Die Nymphe Eurydike und Orpheus, der berühmte Musiker, dessen Gesang selbst Steine zum Weinen bringen kann, zählen zu den schönsten Paaren der griechischen Antike. Ihr Glück findet ein jähes Ende, als Eurydike stirbt, in die Schattenwelt fährt und dort selbst Schatten wird. Der Sänger jedoch akzeptiert die Trennung nicht und steigt seinerseits hinab in die Unterwelt, um seine Geliebte zurückzuholen. Soweit die bekannte Geschichte. In Elfriede Jelineks Version begreift Eurydike aber, dass sie schon immer Schatten war und selbst nie einen Platz in der Gesellschaft hatte.  Das Licht der Welt leuchtete immer bloß auf den berühmten Sänger. Sie will nicht zurück. Sie will nicht wieder Mensch sein und ein fremdbestimmtes Leben im Körper einer Frau führen müssen. Sie will Schatten sein. Schatten unter Schatten.

In der auf Distanz und per Videochat erarbeiteten Inszenierung zeigt die Theaterwerkstatt des Bruchwerk Theaters am 02. und 03. Juli Elfriede Jelineks Stück über Selbstbestimmung, Abschiede und das Nicht-Loslassen-Können.

TEAM

Mit: 
Laura von der Heyde - Schatten
Nika Zh - Violine und Gesang

Regie: David Penndorf
Assistenz: Frauke Ley

© Fotos: Bernd Dreseler

"Im Kaufen tanzt der frohe Mensch vor dem Spiegel, doch er tanzt nicht lange, er verwelkt vor seinem Bild."

PRODUKTIONS-PATEN

SCHATTEN (EURYDIKE SAGT) WURDE ERMÖGLICHT DURCH